Siemens/Österreichische Post: Fingerspiele bei Briefsortierungen

OMS: Bis zu 50.000 Sendungen verarbeiten die neuen Sortieranlagen der Österreichischen Post (Foto: Siemens)

28.12.2011, Wien: Die Österreichische Post hat bei Siemens sechs Großbriefsortiermaschinen vom Typ Open Mail Handling System (OMS) bestellt. Jeweils eine Anlage wird in den österreichischen Sortierzentren in Graz, Linz, Salzburg und Hall in Tirol eingesetzt. In Wien werden zwei Großbriefsortieranlagen installiert. Die Anlagen sind mit der sogenannten Fingerprint-Technologie ausgestattet. Die Auslieferung beginnt ab Juli 2012 und wird bis Mitte 2013 abgeschlossen sein.

Die Österreichische Post sortiert Briefe künftig mit Open Mail Handling Systemen von Siemens, d.h. anstelle des gedruckten Barcodes zur Identifizierung des Postguts sind die neuen sechs Großbriefsortieranlagen in Österreich mit der sogenannten Fingerprint-Technologie ausgestattet. Das Erscheinungsbild der Sendung wird bei dieser neuen Methode digital erfasst und wiedererkannt. Jeder Brief hinterlässt durch die individuelle Kombination an Briefmarke, Absender und Adressbeschreibung einen „elektronischen“ Fingerabdruck, der ihn den gesamten Postzustellungsprozess hindurch begleitet und identifiziert. Dank dieses Verfahrens müssen Barcodes nicht mehr gedruckt werden und es kann auf die Prozessgeräte Barcodeleser, Labelapplikator und Barcodedrucker verzichtet werden. Außerdem werden Verschleißteile in der Maschine reduziert und keine Verbrauchsteile wie fluoreszierende Tinte und Labels benötigt.

Alles bewegt sich
Das Open Mail Handling System basiert dabei auf sich bewegenden Endstellen sowie zwei gegenläufigen Transportebenen und ermöglicht eine hohe Flexibilität hinsichtlich Konfiguration und Anpassung an unterschiedlichste Sortierprozesse. Daher können solche Großbriefsortieranlagen bis zu 50.000 Sendungen pro Stunde verarbeiten. Derzeit gelten die Siemens-Anlagen als diejenigen mit dem höchsten Automatisierungsgrad und Durchsatz am Markt.