Seidenstraße: China auf Wirtschaftsförderungs-Tour

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Macau, die Sonderverwaltungszone der VR China. | Foto: M. Hermsdorf, www.pixelio.de

19.09.2016, Peking: Mit OBOR verfolgt die chinesische Regierung nicht nur wirtschaftliche sondern auch politische Ziele entlang der Seidenstraße. Obwohl es einige kritische Stimmen zu der Initiative des Chinesischen Staatschefs Xi Jinping gibt, ist sie für Europa in jeder Hinsicht sehr interessant.

Der anonymen „Person mit Autorität“ wurde reichlich Platz eingeräumt für ihre Kritik. China stecke in der Klemme: „Die Wirtschaft steht unter Abwärtsdruck, gleichzeitig ist die Realwirtschaft in hohem Maße verschuldet“, stand da Anfang Mai prominent auf der Titelseite von „People’s Daily“, einem Sprachrohr der Kommunistischen Partei. Im Westen mag sich das wenig revolutionär anhören, doch so deutliche Worte waren in den offiziellen Verlautbarungen chinesischer Politiker bisher nur selten zu hören, schon gar nicht an solch exponierter Stelle. Der anonyme Experte, die einzige Quelle des umfangreichen Artikels, rügte entschieden: „Eine hohe Verschuldung bringt unweigerlich hohe Risiken mit sich, die, ohne geeignetes Management, eine systemische Finanzkrise verursachen können, damit negatives Wirtschaftswachstum auslösen und sogar die Ersparnisse des Volkes aufzehren. Und das ist verhängnisvoll.“ Und schließlich die Warnung, dass das Land für seine weitere Wirtschaftsentwicklung nicht auf rasche Besserung hoffen dürfe, weder eine U- und schon gar keine V-Kurve zu erwarten sei, die einen raschen Wiederanstieg des Wirtschaftswachstums signalisieren würde. „Sie wird die Form eines L haben, für mehr als ein oder zwei Jahre.“

Debatte über Chinas hohe Schulden
Der prominente Beitrag vom Mai hat einiges Rätselraten ausgelöst: Wer steckt hinter diesen Aussagen? Gegen wen richten sich die Rügen vorrangig? Warum erfolgt der Vorstoß gerade jetzt?...

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